Erstmals Bilanzumme über 300 Millionen Euro

Verbandsprüfer bestätigt überdurchschnittlich gutes Ergebnis

Weikersheim/Creglingen Die 158 Vertreter der insgesamt inzwischen 7.930 Mitglieder der Volksbank Vorbach-Tauber zeigten mit durchgehend einstimmig gefassten Beschlüssen ihre Zufriedenheit mit der Entwicklung ihrer Bank: Ungeachtet aller durch die Niedrigzinsphase und internationale Irritationen ausgelösten Wirren im globalen Finanzsektor läuft es rund im regionalen Genossenschafts-Geldhaus.

Abgezeichnet hatte sich diese Zufriedenheit bereits bei den insgesamt neun Mitgliederversammlungen im ersten Quartal des Jahres, als die Vorstände Jürgen Fricke und Dirk Schlenker den positiven Rück- und den optimistischen Ausblick mit der Ankündigung einer erneut sechsprozentigen Dividendenausschüttung  auf die Geschäftsguthaben zusätzlich versüßten. Jetzt billigte die Vertreterversammlung einstimmig die Nutzung des Jahresüberschusses (gut 590.000 Euro) zur Dividendenzahlung (knapp 317.000 Euro) sowie zur Zuführung an die gesetzlichen Rücklagen (200.000 Euro) und anderen Ergebnisrücklagen (gut 73.700 Euro).

Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Fricke freute sich über die zahlreichen Gäste, darunter neben dem Hausherrn der Creglinger Stadthalle Bürgermeister Uwe Hehn dessen Amtskollegen Klaus Kornberger aus Weikersheim und  Niederstettens Bürgermeisterstellvertreter Richard Nörr. Begrüßen konnte Fricke neben Regionaldirektor Thomas Birnbaum von der DZ Bank AG und Jens Podolsky, Verbandsprüfer vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband auch etliche Vertreter benachbarter Volks- und Raiffeisenbanken, genossenschaftlicher Unternehmen und Verbundunternehmen sowie etliche ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Nach der Gedenkminute für die 107 im Geschäftsjahr 2015 verstorbenen Mitglieder skizzierte Fricke kurz die Entwicklung der  deutschen und globalen Rahmenbedingungen. Dabei standen  Beschäftigungswachstum, steigende Konsumausgaben, eine extrem niedrige Inflationsrate und der staatliche Budgetüberschuss der schwachen landwirtschaftlichen Entwicklung mit sinkenden Erzeugerpreisen gegenüber, die auch regional Wirkung zeigen. Insgesamt jedoch sieht der aktuelle Wirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-Franken die Region „in solider Verfassung“, die regionalen Betriebe beurteilen die Geschäftslage positiv, was dem heimischen Arbeitsmarkt zugute kommen dürfte.

Nicht erreicht, so kritisierte Fricke, habe die Europäische Zentralbank ihr Ziel, durch die Niedrigzinspolitik Wachstum zu generieren. Vielmehr sieht Fricke das Risiko, dass die große Geldmenge einer möglichen Blasenbildung etwa im Immobiliensektor Vorschub leiste. Das Auf und Ab des Aktienmarktes, der im April 2015 mit 12.500 Punkten seinen bisherigen DAX-Höchststand erreichte und im Februar diesen Jahres kurzfristig sogar unter die 9.000 Punktemarke sackte, dürfte „sehr schwankungsintensiv weitergehen.“

Die VVT stellte sich als Ruhepol dar, der verantwortungsbewusst mit persönlicher und individueller Beratung und regional verwurzelt den über 15.000 Kunden etliche Finanzierungen ermöglichte: Statt „Kreditklemme“ verzeichnete die VVT ein um 7,5 Prozent (knapp 13 Millionen Euro) gestiegenes Kreditvolumen, das auf einen neuen Höchstwert von annähernd 187 Millionen anwuchs. Die Kunden investierten vornehmlich in erneuerbare Energien, den gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich und in en Wohnungsbau. Dass die regionale Genossenschaftsbank Vertrauen genießt, zeigt sich auch in der positiven Entwicklung der Kundeneinlagen, die um 4,8 Prozent auf rund 230 Millionen Euro zulegten, wie Vorstand Dirk Schlenker, der „Mann der Zahlen“, darlegte. Auch dank der 82 engagierten Mitarbeiter konnte das Betriebsergebnis um 11,4 Prozent auf gut 3,4 Millionen Euro gesteigert werden.

Von konstruktiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit des Aufsichstrates mit dem Vorstand berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Wick, der das Wort an Verbandsprüfer Jens Podolsky weitergab. Der bestätigte ordnungsgemäße und zweckmäßige Geschäftsführung: Ertragslage und Betriebsergebnis kennzeichnete er als gut und „über den Vergleichswerten“ liegend, das Risikoüberwachungssystem lobte Podolsky als „angemessen“.

Einstimmig billigte die Vertreterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses, ebenso einstimmig stimmte man der Verwendung des Jahresüberschusses 2015 zu und entlastete auf Antrag von Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn Vorstand und Aufsichtsrat.

„Das Geschäft ist bei Ihnen in guten Händen“, schloss Hehn sich der Einschätzung von Verbandsprüfer und der Vertreterversammlung an, ehe Jürgen Fricke die Leitung der turnusgemäßen Aufsichtsratswahl übernahm. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Franz Wick (Aufsichtsratsvorsitzender, Niederstetten), Franz-Josef Mihsler (Weikersheim) und Ullrich Baudisch (Elpersheim, in Abwesenheit wiedergewählt).

 

Die Volksbank Vorbach-Tauber eG hat treue Mitglieder: Ehrungen für ihre jeweils 60-jährigen Mitgliedschaften verliehen Vorstand und Aufsichtsrat an Reinhold Belschner (Elpersheim), Friedrich Guttroff (Rinderfeld), Manfred Hammel (Vorbachzimmern), Erich Plank (Weikersheim), Eduard Sattler (Niederstetten), Ernst Summa (Freudenbach), die Herbsthäuser Brauerei und die durch Bürgermeister Klaus Kornberger vertretene Stadt Weikersheim.

Vertreterversammlung 2016