Vorstände Fricke und Schlenker mit Bilanz 2016 sehr zufrieden

„Wachstumsraten zeigen, dass wir uns gut im Markt bewegen“

Weikersheim Hoch zufrieden zeigen sich die Vorstände Jürgen Fricke und Dirk Schlenker mit dem jüngst abgelaufenen Geschäftsjahr:  Nicht nur, dass im Herbst die magische Zahl der achttausendsten Mitgliedschaft unter den Miteigentümern der Genossenschaftsbank übersprungen wurde - Martina Haag aus Oberstetten wurde für die Punktlandung mit einem weiteren Anteil belohnt - , sondern auch die Bilanzsumme (plus 8 Prozent), Kundenkredite (plus 2,5 Prozent) und Kundeneinlagen (plus 3,8 Prozent) weisen nach oben.

Sehr hohe Marktdurchdringung

Mit 8.015 Mitgliedern, die zum Jahreswechsel Anteile gezeichnet hatten, gehört fast jedem zweiten Einwohner des Geschäftsgebiets – in Creglingen, Niederstetten und Weikersheim leben rund 17.000 Einwohner - ein Teil der Bank. Die „sehr hohe Marktdurchdringung“ dürfte auch mit der genossenschaftlichen Mitbestimmungsstruktur mit ihren 158 Mitgliedervertretern zusammenhängen: „Die Mitgliedschaft bedingt eine besondere Bankbindung,“ erläutert der Vorstandsvorsitzende Jürgen Fricke.

Von gut 309 Mio. Euro auf knapp 334 Mio. Euro stieg die Bilanzsumme zwischen Anfang Januar und Ende Dezember 2016. Das in diesem Jahr neu vergebene Kreditvolumen liegt bei 33 Millionen Euro. Genutzt wurden diese Gelder vornehmlich für den Wohnungsbau, im Umfeld von Finanzierungen im Rahmen der Energieeinsparung und -gewinnung sowie im landwirtschaftlichen Bereich. Das wachsende Kreditvolumen dokumentiert den derzeitigen Boom in Baugewerbe und Handwerk.

Die Vorstände Jürgen Fricke, Vorstandsvorsitzender (links) und Dirk Schlenker, Vorstandsmitglied stellen den Jahresbericht 2016 vor

Kundennähe ist das Zauberwort

Insgesamt vertrauten knapp 15.400 Kunden aus der Region der Bank und den Verbundunternehmen ein Finanzvolumen von rund 675 Millionen Euro an. Aufgrund des dargestellten Wachstums konnte die Bank, trotz des schwierigen Niedrigzinsumfeldes, auch im Jahr 2016 wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielen, welches nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Entsprechend fällt – so zumindest die Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat Anfang der Woche – auch die Dividende aus wie im Vorjahr: Wenn die Vertreterversammlung am 29. Mai 2017 zustimmt, dürfen die Mitglieder wieder mit einer Dividende von sechs Prozent rechnen. Insgesamt plant die Bank eine Ausschüttung von gut 318.000 Euro.

Die Entwicklung gibt der gewählten und seit 133 Jahren gepflegten Strategie recht, auf hohe Qualitätsstandards und Kundennähe zu setzen. Mit ihren örtlichen Geschäftsstellen und Geldautomaten hält die Volksbank Vorbach-Tauber in Creglingen, Niederstetten und Weikersheim eine breit aufgestellte Infrastruktur vor. Das soll auch so bleiben – zumindest, solange die Kunden diesen Service nutzen.

Kundennähe ist auch das Zauberwort bei der in allen finanziellen Angelegenheiten ergebnisoffenen genossenschaftlichen Beratung, erläutern die beiden Vorstände. Das erfordert die stetige Qualifikation der insgesamt 83 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mehr als 263 Tage Weiterbildung investierte die VVT 2016 in die Weiterbildung des Teams. Dabei, so Fricke, sei der um 2,7 Prozent gestiegene Personalaufwand im Verhältnis zum Wachstum der Bank sogar leicht rückläufig, wobei im Ausbildungsbereich nicht gespart wird: Sechs angehende Bankkaufleute durchlaufen derzeit ihre Ausbildung.

Gut für die Region

Gestiegen sind die Verwaltungsaufwendungen, dazu führten unter anderem die turnusgemäße Neuausstattung der Kunden mit Bankkarten sowie allgemeine Kostensteigerungen. Hier dürften auch künftig noch Kosten anfallen: Weitere Investitionen in die externe wie interne Digitalisierung dürften auch heuer und in den Folgejahren fällig werden. Unter anderem visiert die VVT den Ausbau digitaler Serviceleistungen, papierlose Büros und digitale Archivierung an, wobei die Investitionen nach Einschätzung des Vorstandsduos langfristig, durch die Optimierung der bankinternen Abläufe, zu geringeren Kosten führen werden.

Der Region insgesamt tut die Bank gut: Grob überschlagen summiert sich das   Steueraufkommen der Volksbank Vorbach-Tauber und ihrer Belegschaft im Jahr 2016 auf knapp eine Million Euro, die durch die 2016 erfolgten Gehaltszahlungen verfügbare Kaufkraft beziffern Fricke und Schlenker auf rund 1,9 Millionen Euro. Positiv wirken konnten auch die 27.000 Euro, die die Volksbank Vorbach-Tauber 2016 an soziale, kirchliche und kulturelle Einrichtungen in der Region und an regionale Vereine spendete. Unter anderem kam das soziale Engagement Kinderspielplätzen, Der der GMS Weikersheim, Vorhaben in verschiedenen Ortschaften sowie regionalen Bildungs- und Kulturprojekten zugute. Vereine im Geschäftsgebiet freuten sich über  neue Freizeitshirts, Ortschaften über Unterstützung bei der Einrichtung von Beachvolleyball- und Kneippanlagen sowie bei Restaurierungen.

Volksbank Vorbach-Tauber in Zahlen

Bilanzsumme: 334,0 Millionen Euro (2015: 309,2 Mio., +8%)

Kundenkredite: 191,3 Millionen Euro (2015: 186,6 Mio., +2,5%)

Kundeneinlagen: 238,8 Millionen Euro (2015: 230,2 Mio., +3,8%)

Mitglieder: 8.015 (2015:7.930)

Dividendenausschüttung: 6%

 

Fränkische Nachrichten, Inge Braune