„Jahr der Zukunftsinvestitionen“

Steigende Bilanzsumme und beeindruckende Bautätigkeit

Weikersheim „Wir stehen mit unseren 19 Geschäftsstellen weiterhin zur Fläche und stellen uns mit unserer Online-Geschäftsstelle auch der digitalen Entwicklung.“

Für die Volksbank-Kunden in der Region dürfte das klare Bekenntnis zur Fläche, das der Vorstandsvorsitzende Jürgen Fricke und sein Vorstandskollege Dirk Schlenker im Rahmen ihrer Bilanz-Pressekonferenz abgaben, ein zentraler Punkt sein. Für Fricke stellt die Flächenpräsenz auf der Basis persönlicher Kontakte insbesondere im ländlichen Raum einen echten Mehrwert für die Kunden dar: „Das ist unsere große Stärke.“

Gepflegt wird die Kundennähe auch bei Informationsveranstaltungen Ausflügen und Reisen, an denen 2018 knapp 2000 Mitglieder und Kunden teilnahmen. Für regionale Einbindung stehen auch die 166 Mitgliedervertreter, die über Vertreterversammlungen und Mitarbeit im Aufsichtsrat die Geschäftspolitik der Volksbank Vorbach-Tauber (VVT) mit bestimmen.


8176 Mitglieder der Genossenschaft zählte die Bank zum Jahreswechsel (plus 0,4%) - fast die Hälfte der Einwohnerschaft im Geschäftsgebiet Creglingen, Niederstetten und Weikersheim. Das und die inzwischen rund 15.400 Kunden sprechen für Vertrauen in die größte Personengemeinschaft in der Region.  Um 4,4 Prozent gestiegen ist auch das Volumen der Kundeneinlagen auf jetzt 260,7 Millionen Euro.

Kräftig zulegen konnte die VVT auch im Bereich der vergebenen Kredite, die um 6,5 Prozent auf jetzt rund 206,7 Millionen anstiegen. Die neu vergebenen Kredite beziffert Fricke dabei auf rund 39 Millionen Euro. Das Gros floss in den Privatkundenbereich: Neu erschlossene regionale Baugebiete befeuern den privaten Wohnungsbau. Kredite förderten auch Investitionen in der Landwirtschaft, im Umfeld der erneuerbaren Energien und regionaler Firmen.

Gut leben lässt es sich auch mit der um gut drei Prozent (+3,1%) gestiegenen Jahresbilanz. Ins Jahr 2018 war die Bank mit der 2017er Bilanzsumme von 349,6 Millionen Euro, zum Jahresende bilanzierten die Banker 360,3 Millionen – allerdings bei einem leichten Minus (-2,1%) im vorläufig errechneten Jahresüberschuss. Als mit nur leichtem Minus von 1,4 Prozent relativ stabil  erwies sich der erwirtschaftete  Zinsrohüberschuss. Die Bank stellte sich den Herausforderungen der  Niedrigzinsphase erfolgreich durch deutliche Ausweitung des Kundenkreditgeschäfts.  


Weiter positiv entwickelt sich auch die Verbundbilanz: Mittlerweile verwalten die Bank und ihre Partner ein aus Einlagen und Krediten gebildetes, recht ausgewogenes  Gesamt-Finanzvolumen in Höhe von fast 750 Millionen Euro – eine Fünfjahressteigerung um annähernd 170 Millionen.

2018 investierte die VVT in gleich zwei große Baumaßnahmen. In Weikersheim wurden mit dem neuen Anbau und Umgestaltungen im Bestand die Beratungsmöglichkeiten erweitert und dem neuesten Stand der Technik angepasst. In Niederstetten fielen die Maßnahmen nach außen hin weniger deutlich ins Auge: Bankkunden registrierten die Erweiterung des Beratungsbereichs, Zahnarztkunden freuen sich über den neuen Aufzug, Mieter über zwei neue Wohnungen. Insgesamt investierte die VVT in die Neu- und Umbauten rund 2,5 Millionen Euro, wobei die Investitionssumme in Niederstetten bei rund 650.000 Euro lag. Letzte Feinarbeiten dort werden noch im laufenden ersten Quartal abgeschlossen. Die hohen Investitionen schlagen sich im Posten ‚Sonstige Verwaltungsaufwendungen‘ nieder, der 2018 um 21,5 Prozent über dem des Vorjahrs lag.

Jürgen Fricke, 1. Vorstandsvorsitzender (links) und sein Vorstandskollege Dirk Schlenker blicken optimistisch in die Zukunft. Die Aufnahme zeigt sie auf der Terrasse des im Oktober eingeweihten Anbaus.

 

Die Mitglieder dürfen sich aller Voraussicht nach erneut auf eine vierprozentige Dividendenzahlung freuen. Die vorgesehene Ausschüttung beziffern Vorstand Jürgen Fricke und sein Kollege Dirk Schlenker auf rund 215.000 Euro.

Gefreut haben sich bereits Kindergärten, Schulen und Ortschaftsverwaltungen im Geschäftsgebiet: In den Kindergärten stehen für die Jüngsten neue Juniorcars zur Verfügung, in Weikersheim freut sich die Schule über Unterstützung bei der Einrichtung des Methodenwerkstattraums, in  Niederstetten leistet eine VVT-Spende einen Beitrag zum Fitnessraum, der Creglinger Schule griff man bei der Anschaffung von Wasserspendern unter die Arme. Verschiedene Ortschaften profitierten bei der Renovierung von Spielplätzen und Dorfgemeinschaftshäusern vom sozialen Engagement der Volksbank. Insgesamt flossen seitens der Bank 33.500 Euro Spenden an regionale Vereine und soziale, kirchliche und kulturelle Einrichtungen.

Nicht zu verachten ist auch die Kaufkraft, über die die 77 in der Region verwurzelten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verfügen. Rein rechnerisch geht es da um knapp zwei Millionen Euro. Das für die Region bedeutsame Steueraufkommen der VVT liegt bei knapp 0,9 Millionen Euro.

Mit dem Geschäftsjahr 2018 ist das Vorstandsduo zufrieden. Nach den großen Zukunftsinvestitionen, die auch langfristig Eigenständigkeit erhalten sollen, stehe jetzt ein ruhigeres Geschäftsjahr an, in dem es gelte, sich als regionaler Anbieter, der Vertrauen genießt, an Entwicklungen anzupassen und sie zu begleiten. Ihre positive Einschätzung der Markt- und Zukunftschancen verbinden sie mit einer Einladung an die Mitglieder, sich selbst beim VR-Mitgliederforum am 28. März in der Schrozberger Stadthalle ein Bild von „Deutschland 2030 – Wie wir in Zukunft arbeiten und leben“ zu machen. Als Referent zu diesem Thema hat die VVT gemeinsam mit der Raiffeisenbank Schrozberg-Rot am See eG den international renommierten Zukunftsforscher Professor Horst Opaschowski gewonnen.

 

Volksbank Vorbach-Tauber in Zahlen

Bilanzsumme: 360,3 Millionen Euro (2017: 349,6 Mio., +3,1%)  

Kundenkredite: 206,7 Millionen Euro (2017: 19402 Mio., +6,5%)

Kundeneinlagen: 260,7 Millionen Euro (2017: 249,6 Mio., +4,4%)

Mitglieder: 8.176 (2016: 8.142)

Dividendenausschüttung: 4%

Fränkische Nachrichten, Inge Braune